Runde 2

Die Genussräuber waren es also. Aber wie sehen sie aus? Wo werden sie sich wohl versteckt haben? Was glaubt ihr? Vermutet einfach mal mit einem Gedicht.

Tief drin im dunklen Räuberwald
herrscht Schweigen, muckst kein Tier.
Nur ab und an ein Grölen schallt
vom Räuberhauptquartier.

Dort sitzt die Bande spät zur Nacht
am Küchentisch vereint
und mampft und schmatzt und rülpst und lacht -
zufrieden, wie es scheint.

Fünf Männer stark ist ihre Schar,
in der sich jeder gleicht:
Fetttriefend das Spaghetti-Haar,
das bis zum Wanste reicht.

Rosinenaugen lugen klein
aus Bürstenbrauen vor.
Die Rüsselnasen wie beim Schwein,
sie schnarchen nachts im Chor.

Die Münder sind in diesem Fall
melonengroß, bestimmt!
Mit Essensresten überall
und Zähnen, braun wie Zimt.

Dorthin schüttet die Schar voll Gier
- und das nicht eben leis -
zahlreiche Liter Met und Bier
und Essen haufenweis.

So feiert sie heut Nacht den Sieg,
den niemand je erlaubt:
Sie war's, die in die Küche stieg -
hat den Genuss geraubt!